13.05.2011

Rohstoffpreise, Energiepolitik, Lebensmittelpranger: Branche diskutiert aktuelle Themen

(Berlin) - Lust auf Genuss – aber höchst preisbewusstes Einkaufen; Schutz persönlicher Daten – aber Einrichtung eines Internetprangers für Unternehmen und Marken; ja zur Energiewende – aber bitte ohne Teuerung: Die Hersteller kulinarischer Lebensmittel begegnen in ihrem Markt und in der Politik widersprüchlichen Herausforderungen.

Andreas F. Schubert, Präsident des VKL, brachte Vorträge und Präsentationen auf den Punkt: „Die Hersteller kulinarischer Lebensmittel unterstützen gleichzeitig Konjunkturpakete und Stabilitätspakt: Beste Qualität macht Appetit auf Konsum, und niedrige Preise halten die Inflation im Zaum. Wie erfährt dies die Öffentlichkeit? Gar nicht, stattdessen bekommen wir höchstens einen Verriss in der ARD-Themenwoche.“ Zuvor hatten die Gastreferenten aktuelle Themen der Branche beleuchtet:

Tore Heinlein, GfK, zeigte Entwicklungen im Handel und positive Trends in den einzelnen Marktsegmenten auf, dies bei spürbar verstärkten Promotionen (s. Anlage).

Michael Miersch, Journalist und Buchautor, verwies auf die Diskrepanz zwischen einem in Qualität, Quantität und Vielfalt so noch nie da gewesenen Lebensmittelangebot und der von Interessen-gruppen zielgerichtet geschürten Verunsicherung der Verbraucher über die Güte ihrer Lebensmittel. Miersch wörtlich: „Aus einigen Nichtregierungsorganisationen hat sich eine „Angstindustrie“ entwickelt, die von der Verunsicherung der Konsumenten lebt.“ Damit, so Miersch, habe sich in der deutschen Öffentlichkeit ein Gefühl unentwegter Bedrohung etabliert (s. Anlage).

Prof. Dr. Matthias Horst, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, berichtete über die aktuellen Themen des Dachverbandes und die geplante Kampagne zur Intensivierung einer offensiv geführten Debatte im Rahmen der öffentlichen Darstellung industriell hergestellter Lebensmittel.

Insgesamt sieht sich die Branche dank des guten Konsumklimas in einem wettbewerbsintensiven Umfeld trotz zunehmend schwierigerer gesetzlicher Rahmenbedingungen gut aufgestellt. Sorge bereiten aber zunehmend teils dramatisch steigende Rohwarenpreise, die einhergehen mit ebenfalls steigenden Verpackungs- und Energiekosten.

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